Zuletzt gelesen: Neben halbherzig bearbeiteter Sekundärliteratur für die eine oder andere Hausarbeit und der Vorbereitung auf das Kafka-Seminar im kommenden Semester: Tintenherz von Cornelia Funke, das bei meinem Bruder herumlag und mir dafür, dass ich eigentlich keine Fantasy-Abenteuer mag, eigentlich ganz gut gefallen hat. Heute angefangen mit Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra von Roberto Saviano, weit bin ich noch nicht, aber da der Film schon so faszinierend war, erwarte ich mir eine packende Lektüre.
Zuletzt gesehen: Slumdog Millionär konnte alle hohen Erwartungen erfüllen und sogar übertreffen. Danny Boyle ist einfach ein großartiger Regisseur (und ich werde diese Wahrheit wieder und wieder und wieder in die Welt schreien, egal, wie viele Nichtwissende darüber ihre Witze machen wollen), der Film war ein Traum.
Zuletzt live gesehen: Auf dem Marburger Marktplatz passieren ja nicht viele schöne Dinge, meist hängen Punks am Brunnen rum und gehen den Touristen auf die Nerven, die den merkwürdigen Hahn am Rathaus fotografieren wollen, am Samstagabend hingegen war es richtig gut: The Rebeatles coverten sich – wer hätte das gedacht – durch das schier unerschöpfliche Beatles-Repertoire.
Zuletzt gehört: Immer noch Morrissey.
Und sonst so: Mein Neffe ist niedlich, aber ich bin doch froh, noch keine eigenen Kinder hüten zu müssen. Bei Kik kann man gut Bettwäsche und Aschenbecher kaufen und Stichwort kaufen, ich darf nicht vergessen, gleich runter in den Supermarkt zu gehen und mir irgendetwas zu kaufen, um das wunderschöne Control-Filmposter, das dankenswerterweise der DVD beilag, aufzuhängen.
Und an dem Tag, an dem du laufen lernst
Sympathisches Konzert mit einem leider sehr kleinen Publikum und zwei jungen Schweden mit Bass, Gitarre und Drumcomputer. Gut, dass die Herren hinter uns ungefähr zwanzig Mal betonen mussten, dass der Sänger ein wenig an Brian Molko erinnert. Wäre mir selbst nicht aufgefallen. Schön auch: Lieblings-Songzitate auf alten Kassenzetteln notieren.
Würde ich an der Zahl der Dinge, die in meiner Wohnung kaputt gehen, messen wollen, wie viel in meinem Leben kaputt geht, käme ich aus dem Weinen nicht mehr heraus. Zu Weihnachten habe ich neue Vorhänge aufgehängt und den zerfetzten Papierlampenschirm durch einen neuen ersetzt, immerhin, jetzt ist die Deckenlampe in der Küche kaputt und der Mitbewohner, für den es ein Leichtes wäre, die Glühbirne zu ersetzen, ist unauffindbar und ich traue mich nicht, selbst auf den Stuhl zu steigen und kann demnach abends nur im Dunkeln kochen. Das Leben ist eine Baustelle and so are we.